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Honda Dax Wiki

Dax-Geschichte

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Im Jahr 1968 begann Honda am Prototyp einer größeren Version des Monkey Minibikes zu arbeiten Die neue Version sollte zwei statt einer Person transportieren können. Außerdem wurde eine 70cc Maschine gebaut, um die Wünsche der Kunden nach mehr Leistung in Bezug auf Geländefahrten und mehr Geschwindigkeit auf längeren Strecken zu erfüllen Der erste Prototyp, der entstand, war der ersten produzierten Serie, die 1969 auf den Markt kam, sehr ähnlich. Die Unterschiede bestanden nur in einem kleineren Scheinwerfer (wie auch bei der Z50A minitrail Version bekannt), sowie einem kleinen runden Tachometer. Die Sitzbank, die klar für einen zweiten Mitfahrer konzipiert war, verfügte über ein aufrechtes Endstück, an dem der Auspuff befestigt war. Die Löcher in dem Hitzeschutzlech waren in waagerecht gestreiftem Muster eingearbeitet. Das vordere Schutzblech befand sich direkt an der vorderen Gabel (später auch an CT 70 zu finden). Die seitlichen Embleme fehlten, statt dessen waren die aus Aluminium gepressten Honda Zeichen - auf den Rahmen geschraubt - zwischen der vorderen Gabel und der Sitzbank zu finden. Hinten gabs keine Federbeine, sondern einen Gummiblock direkt über dem Schwingenlager. Der Vergaser war größer und der Ansaugstutzen hatte einen 90-Grad-Winkel. Der Prototyp hatte keinen Drehzahlmesser. Wie die Monkey Z50Z, ließ Honda 1969 sein erstes Modell mit herunter klappbaren Lenkerhälften vom Band. Für den allgemeinen Export wurde dieses Fahrzeug Dax genannt (abgeleitet von „Dachshund" = Dackel). Seinen Namen bekam die ST 70 wegen ihrer lang gezogenen T-Form im Rahmen, die dem Körperbau dieser Hunde ähnlich sah. Dieser Eindruck wurde durch die (zum Transport) heruntergeklappen Lenkerenden verstärkt - die Lenkerenden sahen heruntergeklappt, in der Frontansicht wie die herunterhängenden Ohren eines Dackels aus.

Das Modell ST70Z war mit einem fußgeschalteten 3-Gang Getriebe mit automatischer Fliehkraftkupplung und einer sportlichen Nockenwelle ausgestattet. Es gab sie in zwei Versionen:

Typ 1: der Klassiker

Typ 2: der Sportliche

Typ 1 hatte einen Auspuff wie die CF50 Chaly und die Embleme wie der Prototyp. Ebenfalls von der Chaly kamen die großen Schutzbleche - in Silber lackiert, um dem klassischen Bild mehr Ausdruck zu verleihen. Dieses Modell wurde in drei verschiedenen Lackierungen vertrieben: Candy-Rot, Candy-Blau und Candy-Gold.

Typ 2 hatte kleinere Chromschutzbleche und einen sportlicheren Auspuff. Die Embleme gab es in Form von Aufklebern, die ein sportliches schwarz-weißes Streifenmuster hatten. Dieses Modell wurde in den Farben Candy-Rot, Candy-Blau und einem speziellen Candy-Gelb auf den Markt gebracht. Beide Modelle besaßen - im Gegensatz zum Prototyp - größere Scheinwerfer, einen dreieckigen Tachometer und einen kleinen Drehzahlmesser. Speziell für den US-Markt baute Honda im gleichen Jahr ein zweites Modell, das - basierend auf der ST70 - trail CT70 genannt wurde. Dieses Modell wurde hauptsächlich zu dem Zweck gebaut, unbefestigte Landstraßen und das Gelände in amerikanischen Gegenden zu befahren. Die trail CT70 hatte keine klappbaren Lenkerhälften und keinen Drehzahlmesser. Das vordere Schutzblech war direkt auf der vorderen Gabel befestigt, so dass es höher platziert war als in der japanischen Version, damit sich bei Geländefahrten kein Dreck zwischen Rad und Schutzblech sammeln konnte. Die CT70 hatte optional außerdem Motorschutzbügel mit einem Blech, das die edleren Teile bei Geländefahrten gegen Steinschlag schützt.

Honda brachte 1969 zwei Versionen der CT70K0 auf den Markt: Die Standardausführung der CT70K0 mit Dreigang-Halbautomatik-Getriebe (zu haben in den Farben Candy-Rot, Candy-Blau und Candy-Gold) und die CT70HK0 mit Viergang-Schaltgetriebe, das handgekuppelt wurde (zu haben in den Farben Candy-Orange, Candy-Grün und Candy-Blau-Grün). Unterdessen produzierte Honda auch die Dax für den europäischen Markt. Dies dauerte etwas länger, da Europa aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Gesetzen und Regelungen in Bezug auf Fahrzeuge bestand. Die ersten europäischen Daxen wurden 1970 verkauft und trugen den Namen KI. Zunächst wurden die Daxen in Europa in zwei Versionen verkauft. Es gab neben der ST70 eine weniger kraftvolle Version, die ST50 genannt wurde. Sie besaß eine 50cc Maschine, weil es in vielen europäischen Ländern entsprechende Führerscheinklassen gab. Die ST50 wurde damit als Moped, die ST70 als Motorrad (18 Jahre Klasse 1) vertrieben. Innerhalb der verschiedenen Länder gab es auch kleine optische Unterschiede zwischen den Daxen. Rücklichter, Drehzahlmesser, Scheinwerfer, Spiegel usw. waren meist gleich. Die größten Unterschiede konnte man zwischen den deutschen Typen ST50 und ST70 sehen. Die deutsche Ausführung war mit den klobigen Chaly-Schutzblechen in Verbindung mit einem höherliegenden Auspuff, sowie einem größeren Scheinwerfer - kombiniert mit einem abgerundet-viereckigen Tachometer - ausgestattet. Die Blinker der ST70 standen weiter vom Rahmen ab und sie besaß einen Chrom-Gepäckträger. Als Rücklicht kam das klassische Honda Rücklicht zum Einsatz: es war rund, im oberen Bereich (ca. 2/3) in gelb/orange als Bremslicht ausgeführt und das nach unten weisende Drittel in rot als Rückleuchte.

Die spezielle 50cc Version wurde in Deutschland als ST 50G bezeichnet. Neben der üblichen ST70 produzierte Honda eine spezielle Ausgabe, die „Whitedax" oder „Ladydax" genannt wurde. Ihre Lackierung war weiß mit weißen, schwarzen und grünen Aufklebern, sowie einer Sitzbank, die oben grün mit Blumenmuster ausgestattet war. Dieses Modell ist heutzutage nur noch selten in originalem und komplettem Zustand zu finden.

Ab 1972 hatten alle Daxen den hochgelegten Auspuff und Chrom-Schutzbleche - außer in Deutschland, da gab es weiter die dicken Chaly-Schutzbleche. Im selben Jahr wurde die KII herausgegeben. Aufgrund neuer Gesetze hatte diese Version nur eine auf 40 km/h beschränkte Geschwindigkeit. Sie hatte ein Schwungrad mit Fliehkraftverstellung der Zündung, das die Geschwindigkeit drosselte, einen kleineren Vergaser und einen Zylinderkopf mit einem kleineren Einlass, sowie eine normale Nockenwelle. 1972 hatte die ST90 einen kurzen Auftritt auf dem Markt. Sie war der große Bruder der Dax (stärkerer Rahmen) und wurde deshalb auch „Mächtige Dax" genannt. Sie hatte eine kraftvollere 90cc Maschine, die auch als „Fetter Harry" bezeichnet wurde. Sie besaß 14´´ Räder und wurde nur in Amerika verkauft. Bedauerlicherweise endete die Produktion dieses Typs nach drei Jahren. 1978 kam die KIII, ein Neuentwurf von Honda, auf den Markt. Der größte Unterschied zu den Vorgängermodellen waren die Farben und die neu entworfenen Aufkleber. Es gab die Aufkleber in vier Versionen: Candy-Rot mit weiß/blau/schwarz flammenförmigen Streifen, Candy-Blau mit gelb/schwarz/weißen Flammen, grün mit gelb/schwarz/weißen Flammen oder orange mit gelb/schwarz/weißen Flammen. Im selben Jahr stoppte Honda seinen Verkauf der ST70 nach Deutschland. In Großbritannien ging der Verkauf weiter. Dort wurde ebenfalls die Candy-Braun Version mit gelb/schwarz/weißen Streifen-Aufklebern vertrieben. 1979/1980 wurden die letzten ST50 undST70 Modelle für Europa produziert. Die CY50 (mit den Spitznamen naughty dax / Frechdax/ "R&P") folgte, ein anderes Fahrzeugkonzept mit aufrecht stehendem Zylinderkopf, Plastik Schutzblechen, dickeren Reifen - salzwassertauglich zur Nutzung am Strand. Während dieser gesamten Zeit produzierte Honda die CT70 weiter für Amerika, wo die Modelle lange nicht mehr mit „K" bezeichnet wurden. Die CT70 entwickelte sich auf einem eigenen Weg. Sie war bereits 1972 mit einer hydraulischen Frontgabel (Version KI) ausgestattet. Jedes Jahr gab es kleine Veränderungen: ein einzeln stehender Tachometer, verschiedene Rücklichter, Schutzbleche aus Plastik, unterschiedliche Aufkleber, schwarzer Auspuff und andere Hitzeschutzbleche. 1973 beendete Honda die Produktion der CT70 KII (H -Serie) mit Handkupplung und 4-Gang-Getriebe, stellte aber weiterhin die 3-Gang- Teilautomatik Cub-Maschine für die CT70 her.

Die Wiedergeburt in den 80er Jahren...

Von Beginn an bis in die Mitte der 70er Jahre wurde das Minibike besser und besser. Obwohl die europäische Produktion der ST70 und ST50 1980 endete, begann Griechenland eine japanische Dax-Version (die immer noch ST50 hieß) seit 1979 unter dem Namen ST70 M zu verkaufen. Diese Dax hatte ein typisches Aussehen durch einen megaphonförmigen Auspuff, ein 4-Gang-Getriebe, dreistrebige Felgen, ein niedriges vorderes Schutzblech und einen „bananenförmigen" Chopper-Sitz mit Gepäckträger. In Amerika produzierte Honda die CT70 weiter für Gelände Zwecke. Sie sah kaum noch wie eine ST70 aus, obwohl typische Teile wie der Rahmen und die Maschine gleich geblieben waren. Wegen der Geländetauglichkeit waren die Schutzbleche seit 1979 aus Plastik und viel höher auf der vorderen Gabel montiert. Die zukünftige Serie des CT70 Modells basierte auf dieser Ausführung und wurde bis 1996 von Honda produziert. Honda hatte keine Konkurrenz, bis Yamaha 1981 die Chapi auf den Markt brachte. Als Antwort auf dieses Modell überarbeitete Honda die Dax 1986 mit einigen technisch hochwertigen Neuheiten. DieseVersion ist unter der internen Typenbezeichnung AB23 bekannt. Sie hatte eine 12-Volt-Elektrik, kugelgelagerte Nockenwelle, hydraulische Vordergabel und am hinteren verchromten Schutzblech einen Schmutzfänger aus Plastik. Der hochliegende Auspuff war schwarz lackiert und das Hitzeschutzblech hatte große runde Löcher statt Schlitzen. Die Blinker waren größer, quadratisch, flexibel und aus Plastik, sie wurden von den HONDA-Enduros übernommen. Der klassisch gesteppte Sitz wurde durch ein Polster mit glattem Bezug und einem schräg verlaufenden Keder an der Seite ersetzt. Dieses Design kam bei den Freunden der klassischen Daxen nicht sehr gut an. Das neue Modell gab es in den Lackfarben Candy-Rot, Candy-Blau und Silber. Diesmal wurde die 70cc Version nur in Frankreich vertrieben. 1987 wurden die Honda Monkey ZB und Monkey R /RT als neue Minibike- Generation vorgestellt. Sie hatten einen völlig anderen Aluminium geschweißten Rahmen und eine zentrale Einfederbein-Schwinge. Diese Neuproduktion wurde in Technik und Aussehen durch die großen Motorräder dieser Zeit angeregt. Die Minibikes waren mit 8´´ Rädern ausgestattet und erschienen größer als die Z50J Monkey. Die neuen Versionen der Monkey ZB und R waren in rot/weiß, die RT in blaumetallic zu haben. Im August 1991 verstarb Soichiro Honda im Alter von 85 Jahren. Dennoch erschien 1991 das Folgemodell der AB23. Diesmal mit einem schwarz lackierten Motor, einem schwarzen Auspuff, farbigen Schutzblechen, weißen Felgen und neuen Aufklebern. Sie erschien in den Lackfarben rot, weiß und schwarz. Technische Veränderungen oder Verbesserungen gab es nicht. 1996 wurde die letzte Generation der AB23 produziert. Diesmal schien man wieder einen Schritt in den klassisch-nostalgischen Bereich zu gehen. Diese Ausgabe war wieder mit Chromschutzblechen, einem silberfarbenen Motorblock und ebensolchen Felgen, einem schwarzen Auspuff mit Chrom-Hitzeschild ausgestattet. Die Farben waren wieder klassisch Candy-Rot und Candy-Blau, die Aufkleber zierlich. Dieses Modell wurde bis 1999 in Europa produziert und verkauft. Wer Glück hat, findet heute noch ein brandneues Modell bei irgendeinem Hondahändler in Europa ...

vielen Dank für die Bereitstellung des Textes an Michael Groll - http://www.daxfahrer.de

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