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Tankentrostung

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Entrosten Bearbeiten

Anschlüsse, Benzinhähne, Filter usw. abmontieren, damit sich diese bei der Entrostung nicht zusetzen können, was sich für den späteren Betrieb verheerend auswirken kann.

Für die weiteren Arbeitsgänge schließen Sie alle Öffnungen des Tanks mit geeigneten Stopfen (Korken usw...) und legen bei Tanks mit direkt montiertem Deckel eine Folie zwischen Deckel und Öffnung, damit der Verschluß, die Dichtung, und die Entlüftungsbohrung geschont werden. Soll Ihr Tank außen auf keinen Fall durch die Entrostung und Versiegelung in Mitleidenschaft gezogen werden, dann ist es am besten, Sie streichen den Tank außen mit einer milden Seifenlauge (z.B. Wasser und (reichlich) Geschirrspülmittel) ein und verpacken ihn zusätzlich fest in Plastikfolie, die Sie gut mit Klebeband verschließen.

Bei nur leicht angerosteten Tanks kann Punkt a) übersprungen werden.

  • a) bei stark verrosteten Tanks ist es sinnvoll die vorhandenen Rostschuppen mechanisch zu entfernen. Bewährt hat sich folgendes Verfahren: Der Tank wird zum Teil mit Straßensplitt, Glasscherben (z.B. einer zerbrochenen Flasche) oder (scharfkantige) Schrauben und Muttern (Vorsicht: nicht zu große/schwere Teile nehmen, das könnte Dellen geben) gefüllt und dann einige Zeit lang (je nach Rostgrad ca. 30min) geschüttelt und gewendet. Der scharfkantige Inhalt löst dabei den groben Rost. Vereinfachen kann man sich die Arbeit, in dem man den Tank z.B. dick in Decken gehüllt in eine Betonmischmaschine legt und rotieren läßt (größere Tanks lassen sich evtl. auch außen am Mischer befestigen, der Phantasie sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt.) Danach leeren Sie den Tank möglichst gründlich wieder aus.
  • b) Tank gründlich reinigen. Bei der Verwendung von Marine Clean oder Metal Ready sollten Sie Schutzhandschuhe und eventuell auch Schutzbrille (Spritzer !) tragen. Vor der Behandlung mit Fertan Rostumwandler oder Metal-Ready (= Tank Prep) muß der Tank gründlich gereinigt und entfettet werden. Bei Tanks von 2-Taktern mit Gemischschmierung ist es offensichtlich, daß hier Öl (also Fett) im Tank ist. Aber auch bei alle anderen Kraftstoff-Arten ist eine gründliche Reinigung und Entfettung unumgänglich. Bei Kraftstoffen, die lange im Tank gestanden haben kommt erschwerend hinzu, daß sich mit der Zeit durch Zersetzung diverse Ablagerungen (Harze / Gummi ...) gebildet haben die eine sichere Versiegelung behindern würden. Um eine vernünftige Entrostung und vor allem Haftung der Tankversiegelung zu gewährleisten muß der Tank absolut sauber und Fett-/Ölfrei sein. Hierzu eignen sich in harmlosen Fällen scharfe Spülmittel oder Silikonentferner - bestens bewährt hat sich auch unser Formula 1 Motorreiniger / Entfetter (Art.Nr. 22010 anschließend mit Wasser ausspülen) - keine Universalverdünnung / Testbenzin o.ä. nehmen, da diese Produkte kleine Mengen Öl enthalten ! In hartnäckigen Fällen füllen Sie eine Mischung im Verhältnis 1:1 mit unserem Marine-Clean (identisch mit Tank-Clean) und heißem Wasser ein und lassen die Reinigungsflüssigkeit gut einwirken. Drehen Sie den Tank ein paar Mal herum damit die Reinigungslösung alle Stellen benetzt hat. Lassen Sie die Lösung dann mindestens 24 Stunden einwirken schwenken Sie den Tank gelegentlich herum. Der Tank ist dann gründlich sauber, wenn Sie frisch eingefüllte Reinigungsflüssigkeit klar wieder heraus schütten können. Gut kontrollieren läßt sich das auch in dem man den Reiniger über ein weißes Tuch ausgießt. Meist benötigt man 3 Arbeitsgänge zur Reinigung - die Einwirkzeit braucht für den 2. und 3. Gang nicht mehr so lange sein. Spülen Sie den Tank abschließend gründlich mit Wasser aus und lassen ihn soweit trocknen, daß kein Wasser mehr in ihm steht. (Eine gewisse Restfeuchtigkeit spielt keine Rolle)
  • c) Tank entrosten:
    • mit Fertan Rostumwandler: (Gemäß der Fertan-Anleitung zur Tankentrostung)
      • den Tank mit einer 15%-igen Fertan/Wasserlösung (z.B. 850ml Wasser + 150ml Fertan) komplett befüllen und 6 Stunden einwirken lassen. Danach Lösung in ein Kunststoffgefäß umfüllen, den Tank wieder sehr gründlich mit Wasser reinigen und die Fertan-Lösung erneut einfüllen. Fertan mindestens 24-48 Stunden einwirken lassen.
      • oder (vor allem bei größeren Tanks (7 Ltr und mehr) sinnvoll) Fertan pur in den Tank schütten. Dann den Tank langsam schwenken, so daß Fertan nach und nach alle Wände beschichtet (Fertan muß wenigstens 5-10 Minuten jede Stelle vom Metall als „Pfütze“ bedecken). Dann die Fertanreste ablassen und die Beschichtung mindestens 48 Stunden einwirken lassen. Manchmal kann es vorkommen, daß sich trotz Ablassen des überschüssigen Fertans noch Pfützen bilden, die dann zu einer zähen Masse „eintrocknen“. Am einfachsten läßt sich diese zähe Masse mit heißem Wasser anlösen und auswaschen.
    • mit Metal Ready (identisch mit Tank-Prep):
      • Metal Ready in den Tank schütten und einwirken lassen. Leichter Rost löst sich bereits nach ca. 30 min. - stärkerer Rost kann bis zu 24 Stunden benötigen. Legen Sie den Tank gelegentlich auf eine andere Seite um den Rost überall zu lösen.Achten Sie darauf, daß Metal-Ready nicht austrocknet und einen glasigen Belag bildet. Sollte dies einmal passieren lassen Sie an dieser Stelle noch einmal den Entroster wirken um die „Kruste“ zu lösen.
      • Dann Metal Ready ausgießen und aufheben - Sie können Metal Ready noch gut für Schrauben usw. weiterverwenden, für eine erneute Tankentrostung ist es eventuell zu schwach.
  • d) Tank erneut reinigen: Um umgewandelten Rost und Fertanreste bzw. Metal-Ready-Reste zu entfernen wird der Tank abschließend wieder gründlich mit Wasser gespült; bei Fertan so lange bis nur noch klares Wasser abläuft.

Jetzt ist der Tank rostfrei.

Haben Sie den Tank mit Fertan behandelt, dann sieht der Tank jetzt im Inneren je nach Rostgrad unterschiedlich aus: von blankem Blech über bläulich schimmernd bis schwarz ist alles möglich. Wenn Sie Metal Ready verwendet haben sollten Sie jetzt schön silbrig-graues Blech sehen, in Ausnahmefällen kann sich das Metall auch einmal schwarz verfärben: Überprüfen Sie mit einem Schraubenzieher ob sich eine relativ dicke schwarze Kruste lösen läßt, oder ob sich nur die Oberfläche verfärbt hat. Im ersten Fall wiederholen Sie die Behandlung mit Metal-Ready, da noch nicht aller Rost gelöst wurde - Ausspülen mit Wasser nicht vergessen ! Der 2. Fall ist in Ordnung.

Damit der Aufwand in jedem Fall gelohnt hat, sollten Sie den Tank abschließend noch mit benzinfestem Lack versiegeln. Moderner (bleifreier) Kraftstoff läßt Tanks relativ schnell wieder rosten, vor allem wenn das Fahrzeug nicht regelmäßig genutzt wird.

Tankversiegelung / Tankdichtmittel POR 15 Bearbeiten

Um den Tank mit POR 15 Tankinnenbeschichtung zu versiegeln oder abzudichten muß er vollständig ausgetrocknet, sauber und fettfrei sein. Wenn der Tank nicht vollständig ausgetrocknet ist, sind die Haftungseigenschaften der Versiegelung stark eingeschränkt. Am besten trocknen Sie den Tank, indem Sie Luft durch eine Öffnung ein- und durch eine andere wieder ausströmen lassen. Nur die kurze warme Lagerung des Tanks ist unzureichend da kein Luftaustausch stattfindet und die Feuchtigkeit nicht abtransportiert wird. Um absolut sicher zu gehen, daß Ihr Tank wirklich knochentrocken ist können Sie auch etwas Aceton oder reinen (Isopropyl-)Alcohol in den Tank gießen und umschwenken. Beim Verdunsten dieser „Mittelchen“ wird die Restfeuchtigkeit mitgenommen.

Wenn der Tank richtig trocken ist, füllen Sie eine angemessene Menge Versiegelung hinein und schwenken ihn mit der Farbe aus. Stellen Sie sicher, daß der Tank komplett mit der Versiegelung beschichtet wird - am besten drehen Sie den Tank langsam um alle Achsen mehrmals herum. Achten Sie darauf, daß sich keine Lack-Pfützen im Tank bilden - lassen Sie also überschüssige Farbe durch eine Öffnung auslaufen, oder wenn das nicht möglich ist tupfen Sie den überschüssigen Lack mit einem sauberen Tuch (mittels Greifer oder einer Verlängerung) aus. Je nach Tankvolumen benötigen Sie den kompletten Gebindeinhalt oder nur einen Teil davon. (kleine Dose mit 236 ml ausreichend bis ca. 20 / 25 Ltr. Volumen. Mittlere Dose mit 475ml reicht für ca. 35-40 Ltr. Die große Dose mit 946ml ist ausreichend bis ca. 85 / 95 Ltr. Tankvolumen.) Bei Entnahme von kleineren Mengen füllen Sie die benötigte Menge ab und verschließen die Dose umgehend. Da die Versiegelung, wie alle POR 15-Lacke mit Luft (und Feuchtigkeit) reagiert niemals Farbreste zurück in die Dose füllen!

Bei kleineren Durchrostungen oder Durchbrüchen diese Stellen vor der Versiegelung mit Klebeband von außen abkleben. Das Klebeband erst nach vollständiger Durchtrocknung der Tankinnenfarbe entfernen. Danach die betreffende Stelle mit 600er Schleifpapier naßschleifen. Auf dieser Oberfläche kann grundiert und gespachtelt werden, sodaß Sie auch auf diese Weise kleine Lecks leicht reparieren können. Bei größeren Durchbrüchen von Außen die betreffende Stelle von Farbe etc. befreien und mit einem Entfetter reinigen und anschließend entrosten. Aus einem Stück Textilmaterial oder Glasfasergewebe einen Flicken entsprechender Größe anfertigen. Die Lochstelle mit POR 15 Tankversiegelung bestreichen, den Flicken ebenfalls mit einem Pinsel eintupfen und auflegen. Die geflickte Stelle leicht mit der Versiegelung bestreichen ohne das es zu Tropfenbildung kommt. Wenn das Material fast ausgehärtet aber noch leicht klebrig ist tragen Sie noch eine weitere Schicht Versiegelung auf und lassen die so reparierte Stelle mindestens 4 Tage aushärten.

Lassen Sie den beschichteten Tank mindestens 4 Tage (an der Luft) trocknen bevor Sie Kraftstoff einfüllen. Keine offenen Flammen oder Heizgebläse / Föhn zum Trocknen verwenden - EXPLOSIONSGEFAHR !

Um für die Zukunft zu vermeiden, daß sich bei längeren Standzeiten (z.B. über Winter) der Kraftstoff zersetzt können Sie den POR 15 Kraftstoffstabilisator verwenden.

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